Amazon Kindle Fire – Feuer frei für den Angriff aufs iPad

Angekündigt war es schon lange, gespannt wurde es erwartet, jetzt hat Amazon es vorgestellt: Das Amazon Tablet, das auf den klangvollen Namen Amazon Kindle Fire hört. Es gilt als einer der schärfsten iPad-Konkurrenten und könnte dem Klassenprimus seine Vormachtstellung auf dem Tablet-Markt streitig machen.


Warum das so ist? Das Amazon Kindle Fire kostet nur $199,- (rund 150,- EUR) und hat von der Presse bereits den Beinamen „Volkstablet“ bekommen. Denn zu diesem Preis ist es für viele erschwinglich. Und auch die Ausstattung kann sich sehen lassen.

7 Zoll misst die Diagonale des iPS-Displays aus Gorillaglas, das eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixel. Im Inneren arbeitet ein Dualcore Prozessor, der anscheinend von Texas Instruments stammt und mit jeweils 1,2 GHz taktet. Zum Arbeitsspeicher ist noch nichts bekannt, der interne Speicher beträgt 8 GB.

Amazon bringt als Betriebssystem ein stark modifiziertes Android 2.1 zum Einsatz. Hier mag man sich fragen: Warum kein Honeycomb? Aber als Android ist das OS des Kindle Fire kaum zu erkennen. Auch der Android Market fällt durch die starken Anpassungen weg, Apps müssen also über den Amazon App Store bezogen werden.

Mit Amazon Silk hat der Onlinehändler einen eigenen Browser entwickelt, der die Arbeitslast aufteilt auf Prozessor und Cloud und den Adobe Flash Player unterstützt. Darüber hinaus beherrscht das Amazon Kindle Fire WLAN und eine Vielzahl an Dateiformaten. Es hat einen Micro-USB-Anschluss und eine 3,5mm Klinkenbuchse. Verzichten muss man hingegen auf Bluetooth, eine Kamera und 3G. Rein optisch erinnert das Kindle Fire stark an das RIM Playbook, das vom gleichen Hersteller – Quanta Computer – stammt.

Alles in allem hört sich die Ausstattung des Amazon Kindle Fire nicht schlecht an, obwohl man dabei auch auf einiges verzichten muss. Aber seien wir mal ehrlich: Braucht man eine Kamera in einem Tablet? Wenn man davon ausgeht, dass zum Preis von rund 150,- EUR das Tablet sicherlich auch von vielen Leuten gekauft wird, die sich nicht oder nicht gut auf dem Tablet Markt auskennen, dann kann man auch annehmen, dass sie den Android Market nicht vermissen werden. Und sie werden sich auch nicht daran stören, dass eine angepasste Variante von Android 2.1 auf dem Kindle Fire läuft statt Android 3.x. Laut Chip Online läuft das Betriebssystem sehr flüssig, was letztlich wahrscheinlich wichtiger ist als die Version. Da das Tablet eher als Unterhaltungsgerät gedacht scheint, ist auch ein 3G-Modul nicht ganz so wichtig wie bei einem Tablet für den Business-Einsatz.

Fraglich ist natürlich, ob die Größe die richtige Wahl war. Denn einerseits ist ein 7 Zoll Tablet sehr handlich und mit einem Gewicht von 413 Gramm ist das Amazon Kindle Fire auch nicht übermäßig schwer. Andererseits ist es doch auch deutlich komfortabler, wenn man einen Film anschauen möchte und das auch einem 10 Zoll Display tun kann.

Wie das Amazon Kindle Fire letztlich einschlägt, bleibt abzuwarten. Das Preis-Leistungsverhältnis scheint jedenfalls mehr als in Ordnung zu sein. Ab 15. November 2011 ist das Amazon Kindle Fire in den USA erhältlich. Wann es nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt.

Ein Gedanke zu „Amazon Kindle Fire – Feuer frei für den Angriff aufs iPad“

  1. Mit nem Android handy hat man ja eh immer WLAN-Hotspot mit dabei 😉

    Kamera braucht eh kein Mensch und Bluetooth…naja…

    Find ich echt ein schickels teil und wäre ne überlegung wert:)

    Antworten

Schreibe einen Kommentar