Nexus S Kernel-Quellcode verfügbar – Android 2.3 goes Open Source

Einen Tag bevor morgen das neue Google-Smartphone Nexus S in den USA Verkaufsstart hat, wurde heute der Kernel-Quellcode für das Nexus S veröffentlicht. Der Kernel ist der Kern des Betriebssystems und im Quellcode frei verfügbar. Er stellt für die auf dem jeweiligen Gerät laufende Software eine einheitliche, von der Rechnerarchitektur unabhängige Schnittstelle zur Verfügung. Dank dieser Schnittstelle muss eine Software die Hardware nicht genau kennen, die sie nutzt.

Kennt man also den Kernel-Quellcode, kann man Hardware-nahe Patches auf Treiberebene einpflegen, die die Leistungsfähigkeit des Geräts verbessern. So bekommt man mehr verfügbaren Hauptspeicher, kann die CPU übertakten, das Gerät wird schneller und die Lagfixes sind verbessert.


Auch wer das Samsung Galaxy S nutzt, das von der Hardware dem Nexus S ähnelt (das ja auch von Samsung herstellt wird), kann von der Veröffentlichung des Nexus S Kernel-Quellcodes profitieren. So könnte es schon bald einen Vanilla-Port von Android 2.3 Gingerbread für das Galaxy S geben, ebenso wie ein verbesserter Kernel, der alle Treiber für die CyanogenMod hat. Und auch die kürzlich geleakte XXJPU-Firmware mit ihrer optimierten Performance könnte somit in Custom Kernels untergebracht werden.

Über Twitter ließ der Android-Hacker Supercurio verlauten, dass der Nexus S Kernel bei einem IRC-Kollegen bereits auf dem Galaxy S läuft. Auch adb-Zugang ist laut Supercurios Twitter Feed möglich. Inwieweit diese Angaben stimmen, wird sich in den nächsten Tagen sicherlich zeigen. Samsung Galaxy S-Besitzer, die ihr Gerät optimieren wollen, dürfen also gespannt sein.

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