Galaxy Nexus Verkaufsverbot wegen Apple-Patentklage – Software-Update in Arbeit

Galaxy Nexus Verkaufsverbot wegen Apple-Patentklage – Software-Update in Arbeit

Der Patent-Krieg zwischen Apple und Samsung hat wohl einen neuen Höhepunkt erreicht. In den USA hat ein Gericht entschieden, dass das Galaxy Nexus nicht mehr verkauft werden darf, weil es gegen ein Patent verstößt, das Apple hält. Google hat das Galaxy Nexus inzwischen aus dem US-amerikanischen Play Store entfernt, will aber nicht kampflos aufgeben.

In dem verletzten Patent geht es um eine Technologie zur universellen Suchfunktion. Da es sich dabei um die Software des Galaxy Nexus handelt, arbeitet Google jetzt an einem entsprechenden Patch, der diese Situation umgeht. Ein Software-Update soll die umstrittenen Teile im Betriebssystem des Galaxy Nexus patentrechtlich wasserdicht machen. Samsung erklärte jedoch, dass das Software-Update nur als Lösung zur Überbrückung gedacht ist, bis im Patent-Streit eine entsprechende, endgültige Entscheidungen getroffen ist, und nicht dauerhaft zum Einsatz kommen soll. Medienberichten zufolge soll die Suchfunktion so eingeschränkt werden, dass nur noch Ergebnisse im Browser angezeigt werden, Dateien, Telefon-Nummern etc., die sich auf dem Telefon befinden, sollen bei einer Suche außen vor bleiben. Das wäre für die Nutzer schon eine gravierende Einschränkung. Wie genau Google das umstrittene Patent umschiffen will, ist jedoch noch nicht offiziell bekannt gegeben worden.


Auch andere Patente wie die Auto-Korrektur und Slide-to-Unlock sind von dem Patent-Streit betroffen. Samsung hatte bereits Berufung eingelegt und wollte das Verkaufsverbot während des Berufungsverfahrens verhindern, das Gericht ließ sich darauf jedoch nicht hin. Die Koreaner zeigten sich verständlicherweise enttäuscht über diese Entscheidung. Wir sind gespannt, wie sich dieser Patent-Krieg zwischen Apple und Samsung noch entwickeln wird und hoffen natürlich, dass das Verkaufsverbot nicht auch irgendwann Europa erreicht.

Schreibe einen Kommentar