Android 4.4 KitKat offiziell vorgestellt

Zusammen mit dem Nexus 5 hat Google auch Android 4.4 KitKat vorgestellt. Die neue Android-Version ist auf dem Nexus 5 bereits ab Werk installiert. KitKat bringt in erster Linie Änderungen am Design sowie einige neue Funktionen. Außerdem wurde das System dahingehend verschlankt, dass es auch auf schwächeren Geräten problemlos laufen und eine gute Performance liefern soll.

Google will die Verbreitung von Android ausweiten und die Fragmentierung eindämmen. Daher wurde Android 4.4 KitKat so programmiert, dass es auf allen Geräten läuft, die mindestens 512 MB Arbeitsspeicher haben. Das klingt zunächst gut, denn damit dürfte es auf so gut wie allen Smartphones und Tablets die auf dem Markt sind laufen. Was letztlich die Hersteller daraus machen, bleibt natürlich fraglich – wir glauben nicht, dass ältere und weniger leistungsstarke Geräte deswegen ein Update auf Android 4.4 bekommen werden. Immerhin bekommt nicht einmal Googles eigenes Smartphone, das ehemalige Android-Referenz-Modell Galaxy Nexus das Update auf Android 4.4. Trotzdem ist es natürlich ein Schritt in die richtige Richtung, denn KitKat soll ca. 16 Prozent weniger Arbeitsspeicher benötigen als das bei Jelly Bean der Fall ist – und das tut allen Geräten gleichermaßen gut.

Android-4.4-KitKat

Offensichtliche Änderungen gibt es vor allem am Design. So hat Google bei Android 4.4 KitKat beispielsweise den Launcher überarbeitet. Sowohl die Statusleiste am oberen Bildschirm-Rand als auch die Navigations-Buttons am unteren Rand sind transparent geworden und lassen sich ausblenden. So können Apps die gesamte Fläche des Displays zur Anzeige von Inhalten nutzen. Verschwunden ist auch die SMS App. Wie erwartet wurde sie durch die Hangouts App ersetzt, in der nun SMS und MMS integriert sind. Und statt der Galerie App zum Ansehen von Fotos gibt es jetzt die Foto App aus Google +. Überarbeitet hat Google auch die Telefon App. Beim Anruf von einer unbekannten Nummer wird über die Google Suche nach Geschäften in der Umgebung gesucht, zu denen die Nummer gehören könnte und im Falle dass dies zutrifft die Information angezeigt. Darüber hinaus wurde auch die Kontakte App verbessert. Für Emojis gibt es unter Android 4.4 KitKat jetzt einen Shortcut auf der Tastatur, ähnlich wie bei WhatsApp. So kann man die Emoji-Smilies jetzt immer dann nutzen, wenn man die Tastatur geöffnet hat.

Google Now kann unter KitKat auch per Zuruf – „Okay Google“ – gestartet werden. Außerdem sollen in Kürze neue Karten integriert werden. Offen ist, ob dies nur in den USA der Fall ist oder auch in anderen Ländern. Wer Widgets sucht, der findet sie unter Android 4.4 Kit Kat nicht mehr im Anschluss an das App Menü, sondern bekommt Zugriff darauf, indem er lang auf eine freie Stelle auf dem Homescreen tippt. Wer Android schon seit längerer Zeit nutzt, dem wird das bekannt vorkommen, denn vor Android 4.0 war dies auch bereits so gelöst. Google hat darüber hinaus neue APIs für Entwickler bereit gestellt.

Android 4.4 KitKat ist derzeit nur auf dem Nexus 5 installiert. Das Nexus 4, das Nexus 7 und das Nexus 10 – von dem übrigens keine neue Generation vorgestellt wurde – werden ein Update auf die neue Android-Version in den kommenden Wochen erhalten. Genaue Angaben zum Zeitpunkt machte Google allerdings nicht. Auch die Google Play Edition des Samsung Galaxy S4 und des HTC One sollen schon zeitnah mit einem Update auf Android 4.4 versorgt werden.

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