Kein Bock mehr auf WhatsApp? Hier sind die Alternativen!

Nachdem bekannt wurde, dass Facebook den Messenger-Service WhatsApp übernehmen wird, sind viele Nutzer verunsichert. Zwar war auch vorher schon bekannt, dass WhatsApp über diverse Sicherheitslücken verfügt, doch der derzeitige Wirbel um die beliebte SMS-Alternative bringt viele Nutzer zum Nachdenken und sie machen sich auf die Suche nach Alternativen. Messenger Apps gibt es zu Hauf im Google Play Store, da fällt die Auswahl wirklich schwer. Wir stellen euch daher ein paar Alternativen vor, die es zu WhatsApp gibt.

Im Play Store derzeit auf Platz 1 der App Charts der kostenpflichtigen Apps ist der Messenger Threema. Die App aus der Schweiz gilt dank echter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als eine der sichersten ihrer Art. Nach Angaben des Entwicklers ist es noch nicht einmal dem Betreiber des Servers möglich, Nachrichten mitzulesen. Wer also die oberste Priorität auf Sicherheit legt, für den ist Threema eine echte Alternative. Neben Textnachrichten können auch Fotos und Videos geteilt werden. Außerdem hat der Nutzer die Wahl, Kontakte automatisch zu synchronisieren oder manuell. Threema gibt es für Android und iOS, im Play Store kostet die App 1,60 Euro.

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Ebenfalls einen Boom erfährt derzeit auch Telegram. Großer Pluspunkt des Messenger Dienstes: Er ist auf mehreren Geräten nutzbar. Der Funktionsumfang ist ähnlich wie bei WhatsApp, lediglich auf das Versenden von Sprachnachrichten muss man verzichten. Auch Telegram nutzt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die man für jeden Chat-Partner selbst einstellen kann. Optisch ist Telegram etwas weniger schlicht als Telegram. Nettes Gimmick: Es gibt eine Selbstzerstörungs-Funktion für Nachrichten. Telegram ist kostenlos für Android und iOS erhältlich.

Viber ist einer der Messenger, der vergleichsweise weit verbreitet ist. Allerdings ist auch hier der Datenschutz so eine Sache, denn die über den Dienst versendeten Nachrichten liegen auf den Servern von Viber. Der Dienst legt den Fokus außerdem vornehmlich auf Videotelefonate, aber auch Nachrichten lassen sich darüber verschicken. Vorteil von Viber: Die App gibt es für viele Betriebssysteme, neben Android und iOS auch für Windows Phone, BlackBerry, Bada, OS X und Windows.

Eine weitere sicherere Alternative zu WhatsApp ist surespot. Die Anwendung gilt zwar als relativ sicher, sie nutzt ebenfalls die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Allerdings macht sie optisch nur wenig her und wirkt auch nicht unbedingt vertrauenswürdig. Ob das zum Erreichen einer breiten Nutzerbasis ausreicht, ist daher fraglich. Die App selbst ist kostenlos für Android und iOS erhältlich, Zusatzfunktionen wie Sprachnachrichten sind jedoch kostenpflichtig. Außerdem werden nur 1.000 Nachrichten gespeichert – wer viel textet wird auch hierfür den Geldbeutel öffnen müssen, denn per In App Kauf kann der Nachrichtenspeicher erweitert werden.

Bei ChatSecure steckt die Sicherheit schon im Namen. Auch diese App – für Android hieß sie bis vor Kurzem noch Gibberbot – verfügt über eine Verschlüsselung, sie nutzt die OTR Verschlüsselung. Allerdings hat sie einen gravierenden Nachteil: Das Handling ist recht kompliziert und die App daher mit Sicherheit nicht für jeden Nutzer interessant. Selbst wer im Umgang mit OTR-Clients geübt ist könnte von der eher umständlichen Nutzung abgeschreckt werden – immerhin sollte ein Messenger, den man täglich nutzt auch einfach zu handhaben sein.

Hike ist irgendwo zwischen einem reinen Messenger und einem sozialen Netzwerk angesiedelt. Denn neben dem Versenden von Textnachrichten und Dateien sind auch Status-Updates, die kommentiert werden können möglich. Außerdem kann man Nutzer in Gruppen einteilen, ähnlich der Kreise bei Google+. Hike ist ein noch recht junges Projekt, den Messenger gibt es erst seit Ende 2013. Er nutzt 128-bit-SSL-Verschlüsselung. Registrieren muss man sich allerdings ähnlich wie bei WhatsApp auch mit der Mobilfunk-Nummer, allerdings bleibt die IMEI außen vor – genau dafür wurde WhatsApp häufig kritisiert.

Eine durchaus interessante, wenngleich auch noch wenig beachtete Messenger-Alternative ist auch der BlackBerry Messenger, den es seit Kurzem in der Version 2.0 gibt. Funktionsmäßig bietet er alles, was auch WhatsApp und Co. können, außerdem können Nutzer des Messengers kostenlos untereinander telefonieren. Zur Identifizierung nutzt der BBM nicht die Telefon-Nummer, sondern PIN Codes, Kontakte können nur hinzugefügt werden, wenn beide Seiten dies bestätigen. Optisch zwar eher schlicht gehalten ist der BlackBerry Messenger übersichtlich gestaltet und einfach in der Handhabung. Die App gibt es für Android, iOS und natürlich für BlackBerry.

Neben den hier vorgestellten Messengern gibt es noch eine ganze Reihe von Apps, die ebenfalls Alternativen zu WhatsApp darstellen – jeweils mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Wer sich mit den oben genannten Apps nicht anfreunden kann, der kann auch einen Blick auf joyn, ChatON, Nimbuzz, Line,  myEnigma oder Kakao Talk werfen. Eines ist allen Messengern allerdings gemein: Im Vergleich zu WhatsApp ist die Nutzerbasis klein. Die besten Chancen, das zu ändern haben derzeit wohl Threema und Telegram. Letztlich muss aber jeder Nutzer für sich selbst entscheiden, welcher Messenger der beste ist – und so lange fast alle Kontakte bei WhatsApp sind, wird ein Wechsel auch schwierig.

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