Project Ara: Motorola entwickelt modularen Smartphone-Baukasten

Wir kennen das alle: Die Suche nach dem perfekten Smartphone gestaltet sich mindestens so schwierig wie die Suche nach dem Heiligen Gral. Denn obwohl es unzählige verschiedene Modelle und Modell-Varianten gibt fehlt doch meist ein Feature oder irgendein Element passt einfach nicht so recht zu dem, was wir uns vorstellen.

Bei Motorola scheint man sich dieser Schwierigkeit bewusst zu sein, denn die Google-Tochter hat heute angekündigt, an einem modularen Smartphone-Baukasten mit dem Namen Project Ara zu arbeiten. Schon seit einem Jahr arbeitet Motorola nach eigenen Angaben an dem Projekt. Und scheinbar ist auch Dave Hakkens, der „Erfinder“ von Phonebloks mit involviert. So sollen modulare Smartphones entwickelt werden, bei denen man nicht nur sein Wunsch-Smartphone zusammenstellen, sondern auch problemlos Einzelteile austauschen kann – wie es beim PC ja längst Gang und Gäbe ist.

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Der Prozessor ist zu langsam, aber der Rest des Smartphones ist für den Nutzer noch zeitgemäß? Kein Problem, denn mit Project Ara lässt sich der Prozessor einfach durch einen leistungsstärkeren austauschen. So ermöglicht man Nutzern nicht nur, sich ein individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Smartphone zu erstellen, sondern geht gleichzeitig auch gegen die Ressourcen-Verschwendung vor, weil nicht das komplette Smartphone durch ein neues ersetzt werden muss, sondern eben nur einzelne Komponenten ausgetauscht werden können.

Sicherlich gibt es noch viel Arbeit für Motorola. Die Projektierungsphase für Ara ist daher auch fürs Erste einmal auf ein Jahr angesetzt. Über die Plattform dscout lädt Motorola Interessierte ein, sich an der Ideenfindung zu beteiligen: „A phone desgined for 6 billion people should be inspired by at least a few thousand. – Ein Telefon, das für 6 Milliarden Menschen entworfen wird sollte zumindest von ein paar Tausend inspiriert sein.“ So ist auf dscout.com zu lesen.

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