Samsung Galaxy Gear – Smartwatch offiziell vorgestellt

Auf der gestrigen Pressekonferenz hat Samsung auch die Smartwatch Samsung Galaxy Gear vorgestellt. Viel wurde über die smarte Uhr berichtet, die Erwartungshaltung war hoch, aber vor allem in den letzten Tagen machte sich auch einiges an Skepsis breit. Wir verraten euch, was es mit der Smartwatch Samsung Galaxy Gear auf sich hat, ob sie die hohen Erwartungen erfüllt oder ob die Zweifler recht behalten haben.

Samsung preist die Smartwatch als „perfekten Begleiter fürs Galaxy Note 3“ an. Und das hat einen guten Grund, denn fürs Erste ist die Samsung Galaxy Gear auch nur mit dem neuen Phablet kompatibel, andere Galaxy-Geräte sollen jedoch folgen. Die Smartwatch verbindet sich via NFC mit dem Smartphone, Daten werden dann über eine Bluetooth-Verbindung ausgetauscht. Der Touchscreen der Samsung Galaxy Gear ist 1,63 Zoll groß, die Uhr wiegt 73,8 Gramm. Außerdem ist im Armband eine 1,9 MP Kamera integriert.

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Um die technischen Daten zu vervollständigen: die Samsung Galaxy Gear wird von einem 800 MHz starken Prozessor angetrieben und verfügt über 512 MB Arbeitsspeicher und einen internen Speicher von 4 GB. Das ist freilich nicht viel, aber dank der direkten Synchronisation mit dem Note 3, die laut ersten Medienberichten sehr flüssig vonstatten geht, wird man auf der Uhr auch eher weniger für längere Zeit speichern müssen.

Doch was kann die Smartwatch denn nun eigentlich? Eine ganze Menge kann sie. Die Samsung Galaxy Gear erinnert den Nutzer an Termine, zeigt neue SMS und Nachrichten an und telefonieren kann man mit ihr auch. Okay, vermutlich geht euch jetzt das gleiche Bild durch den Kopf wie uns: Wir erinnern uns an David Hasselhoff, der in den frühen 90ern sein Auto K.I.T.T. mit Hilfe einer Uhr zu sich rufen konnte und müssen schmunzeln. In der Schnalle der Uhr und an den Seiten sind Mikrofone eingebaut, die beim Telefonieren genutzt werden.

Rund 70 Apps speziell für die Samsung Galaxy Gear soll es laut Samsung bereits geben. Für Entwickler stellen die Koreaner eine API zur Verfügung, damit weitere Smartwatch Apps programmiert oder bestehende Apps auf die Verwendung mit der Uhr angepasst werden können. Einige Apps wie die New York Times, Angry Birds oder Evernote sind bereits vorinstalliert – wobei man sich schon fragen muss, wie viel Spaß es macht, auf einem 1,63 Zoll großen Display Angry Birds zu spielen. Auch die Sprachsteuerung S Voice beherrscht die Samsung Galaxy Gear.

Laut Samsung soll die Galaxy Gear etwas über einen Tag durchhalten, bevor sie wieder an die Steckdose muss. Das ist zwar mehr als in den letzten Tagen spekuliert wurde, aber für eine Uhr eigentlich viel zu wenig. So wirklich überzeugen kann die Samsung Galaxy Gear nicht, zumindest nicht genug um dieses Unbedingt-Haben-Wollen-Gefühl auszulösen. Kritisiert wird – neben der Akkulaufzeit und der momentan ausschließlichen Kompatibilität mit dem Galaxy Note 3 – auch die Größe der Uhr, die für zarte Frauen-Handgelenke nicht unbedingt geeignet ist.

Ab dem 25. September 2013 wird die Samsung Galaxy Gear in sechs verschiedenen Farben in 140 Ländern erhältlich sein – welche genau das sind, ist derzeit noch nicht bekannt, auch zum Preis in Europa hat Samsung sich noch nicht geäußert. In den USA wird die Smartwatch 300,- Dollar kostet, wir können also mit einem Preis von um die 300,- Euro rechnen.

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