WhatsApp: Beliebteste App in Deutschland mit Sicherheitslücken

Der Messenger WhatsApp gerät immer wieder wegen Sicherheitslücken in die Kritik und sorgt so in regelmäßigen Abständen für ordentlich Wirbel. Trotzdem hat die Anwendung eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte hingelegt und war im Juni 2013 erstmals die beliebteste Android App in Deutschland.

Das geht aus einer Studie der Statista GmbH hervor, die in regelmäßigen Abständen die Anzahl der App-Installtionen misst. WhatsApp hat inzwischen Facebook als meistgenutzte App abgelöst, auf 60,4 Prozent aller deutschen Android Smartphones ist der Messenger installiert, Facebook liegt mit 55,4 Prozent nur noch auf Platz 2. Und das obwohl es mit schöner Regelmäßigkeit Warnungen zu Sicherheitslücken bei WhatsApp gibt.

WhatsApp Icon

Diesem Thema geht eine Reportage des Portals iRights.info auf den Grund. Sie widmet sich den Datenschutz-Bedenken und Sicherheits-Risiken, wegen den WhatsApp immer wieder Schlagzeilen gemacht hat. Dabei kommt iRights.info zu dem Schluss, dass WhatsApp zwar schon nachgebessert hat, aber noch längst nicht alle Mängel behoben sind. So wurde beispielsweise der Verifizierungs-Prozess dahingehend verbessert, dass man den Messenger erst nach Eingabe eines Sicherheits-Codes nutzen kann, der einem per SMS zugeschickt wird. Und auch die Datenübermittlung in WLAN-Netzen wird inzwischen verschlüsselt, sodass Hacker, die im gleichen WLAN unterwegs sind nicht mehr ohne Weiteres Nachrichten und Daten abfangen können.

Allerdings wird weiterhin kritisiert, dass die App Zugriff auf das interner Telefonbuch des Nutzers hat und das unter Android auch nicht abgestellt werden kann. Außerdem wird das Adressbuch in regelmäßigen Abständen an die WhatsApp-Server in den USA übertragen, was datenschutz-rechtliche Bedenken hervorruft. Erst kürzlich entdeckt wurde der Wurm Piryanka sowie eine Sicherheitslücke, die Zugriff auf PayPal Konten und auf Google Wallet erlaubt – und diese beiden Lücken wurden mit den letzten Updates noch nicht behoben. Hier bleibt momentan nur zu hoffen, dass die Macher von WhatsApp bald nachbessern.

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